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Ein neuer innerstädtischer Platz entsteht zwischen Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud (links) und dem geplanten Haus und Museum der jüdischen Kultur (rechts).

Computer-Simulation: Architekturbüro Wandel Hoefer Lorch + Hirsch

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Eine Einheit: Archäologische Zone
Jüdisches Haus und Museum


Die imposanten Ruinen des Prätoriums, verbunden mit den in unmittelbarer Nachbarschaft befindlichen ebenso großartigen Relikten von Synagoge, Mikwe (Ritualbad) und der anderen Bauten des mittelalterlichen jüdischen Viertels, machen den Platz vor dem Kölner Rathaus zu einem einzigartigen Ort. Hier lässt sich jüdische Geschichte als bedeutender Teil von 2000 Jahren stadtkölnischer Geschichte in besonderer Weise präsentieren.

Der großen Bedeutung dieses historischen Ortes will die Stadt Köln mit dem Projekt Archäologische Zone/Jüdisches Museum gerecht werden. Seit August 2007 finden hier vor dem Rathaus im Anschluss an frühere Grabungen archäologische Untersuchungen statt. Neben der Mikwe haben inzwischen tausende von begeisterten Besuchern auch die Bodendenkmäler in dem spektakulären Grabungsfeld besichtigt.
Siehe auch www.museenkoeln.de/archaeologische-zone/

Über diesem einzigartigen Grabungsfeld - der unterirdischen Archäologischen Zone - soll Kölns jüdisches Kulturerbe in einem Museumsbau präsentiert werden, der die archäologischen Befunde und Funde schützend überfängt.

Die Stadt Köln hat Anfang 2008 einen internationalen Architektenwettbewerb ausgelobt. Als Sieger wurde im Juni 2008 das Saarbrücker Büro Wandel Hoefer Lorch + Hirsch gekürt, weil es die Archäologische Zone und das Jüdische Haus und Museum zu einer Einheit zusammenführt. Dieses renommierte Architektur-Büro hat unter anderem die hoch gelobten Synagogen in Dresden und München gebaut.

Das international besetzte Preisgericht urteilte am 13. Juni 2008 (Auszug):

"Das Projekt reinterpretiert die historische stadträumliche Situation mit viel Respekt. Die Kubatur des neuen Museums bildet Raumkanten aus, die den Rathausplatz in seinem historischen Maßstab wieder herstellen und eine kleinmaßstäbliche Gassenstruktur entwickeln. Archäologische Zone und Jüdisches Museum werden in einem Ensemble zusammengefasst. Das Museum wird zum ´Schutzbau´ , der eine intensive ikonographische Kraft erhält."